Das Instrument

Der PST‑R Persönlichkeitsstrukturtest

324 Fragen in rund 1,5 Stunden, vier Ebenen der Persönlichkeit, ein differenziertes Profil. Der PST‑R ist das Herzstück unserer förderdiagnostischen Arbeit — wissenschaftlich fundiert, mehrfach validiert und seit über 30 Jahren im Einsatz.

Über 30 Jahre Forschung und Praxis

Vom 16 PF zum PST‑R — eine Geschichte der ganzheitlichen Förderdiagnostik.

Wissenschaftliche Wurzeln

Der PST‑R baut auf etablierten Verfahren auf: dem 16-Persönlichkeits-Faktorentest (16 PF) nach Schneewind, dem Eysenck-Persönlichkeitsinventar (EPI) und dem Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI) — ergänzt um tiefenpsychologische Elemente.

Entwickelt von Prof. Dr. Dieterich

Über mehrere Jahrzehnte am Institut für Praktische Psychologie weiterentwickelt und mit der Lee University (Cleveland, TN) wissenschaftlich begleitet. Geeicht in Deutschland, Schweiz und Österreich.

DIN 33430 konform

Der PST‑R erfüllt die DIN-Norm 33430 zur berufsbezogenen Eignungsdiagnostik und geht in seiner ganzheitlichen Perspektive darüber hinaus.

Entstehungsgeschichte

Wie der PST‑R entstand

Am Anfang stand eine Beobachtung aus der Beratungspraxis, die etablierte Testverfahren nicht erklären konnten.

  1. 01

    Die Ausgangsfrage

    Univ. Prof. Dr. Michael Dieterich beschäftigte sich seit seiner Dissertation mit Diagnostik und Begutachtung. In der Praxis wurde klar: Die „Momentaufnahme“ bisheriger Testverfahren kann nur ein Teilaspekt der Beratung sein — immer wieder kam die Frage auf, ob sich Testergebnisse mit gezielten Förderprogrammen verbessern lassen.

  2. 02

    Die Beobachtung

    Regelmäßig zeigten Klienten widersprüchliche Werte: hohe Kontaktorientierung im 16 PF und zugleich starke Introversion im EPI. Ähnliche Diskrepanzen fanden sich zwischen emotionaler Widerstandsfähigkeit und stabiler Emotionalität.

  3. 03

    Die Erkenntnis

    Die Verfahren maßen verschiedene Schichten: Der 16 PF kennzeichnet äußerlich sichtbare, leichter veränderbare Wesenszüge — das EPI die verborgene, stabilere Grundstruktur, die vererbt oder in früher Kindheit erworben ist. Kein Widerspruch, sondern zwei Ebenen einer Persönlichkeit.

Das Fallbeispiel, das alles auf den Punkt brachte

Ein beliebter Hörfunkredakteur litt unter zunehmender Belastung, Schlafstörungen und Depression. Im Studio lieferte er spritzige, gern gehörte Beiträge — seine Familie erlebte zuhause jedoch einen erschöpften Vater. Im 16 PF erreichte er hohe Werte in der Kontaktorientierung, im EPI zeigte er zugleich eine starke Introversion: Nach außen lebte er einen Wesenszug (Kontaktfreudigkeit), der sich in seiner Grundstruktur (Introversion) nicht fand. Dieterichs Empfehlung, dies zu akzeptieren und nach Dienstschluss erst bewusst auszuruhen, führte umgehend zu einer Verbesserung seines Zustandes.

Aus dieser Erkenntnis — sichtbare Wesenszüge und stabile Grundstruktur sind verschiedene Schichten der Persönlichkeit — entstand das Schichtenmodell des PST‑R.

Das Schichtenmodell der Persönlichkeit

Der PST‑R erfasst den Menschen wie Jahresringe eines Baumes — verschiedene Schichten, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben.

WesenszügeveränderbarGrundstrukturstabilerTiefenstruktursehr stabil
01

Aktuelle Wesenszüge

Sichtbar nach außen · veränderbar

Die jüngste Schicht der Persönlichkeit. Sie zeigt, wie sich ein Mensch heute präsentiert — geprägt durch Erfahrungen, Umfeld und bewusste Entwicklung.

  • 5 Globalfaktoren
  • 16 Einzelheiten
  • Veränderbar durch Beratung
02

Grundstruktur

Seit Kindheit · prägt das Auftreten

Zeigt zwei stabile Dimensionen: Introversion ⇄ Extraversion (horizontal) und emotionale Flexibilität ⇄ Stabilität (vertikal). Vier Quadranten beschreiben Grundtypen des Temperaments.

  • Introvertiert ↔ Extravertiert
  • Flexibel ↔ Stabil
  • 4 Temperaments-Quadranten
03

Tiefenstruktur

Früh erworben · stabil

Die innere Achse der Persönlichkeit nach Adler, Riemann und Berne: sachlich ⇄ warmherzig und korrekt ⇄ unkonventionell. Wirkt im Hintergrund jeder Interaktion.

  • Sachlich ↔ Warmherzig
  • Korrekt ↔ Unkonventionell
  • Schwer veränderbar
Zusätzlich erfasst

Kontrollüberzeugungen

Leistungsmotivation · nach Rotter

Internal: Erfolg hängt vom eigenen Handeln ab. External: Zufall (C-Faktor) oder mächtige andere (P-Faktor) bestimmen das Ergebnis. Schlüsselfaktor für nachhaltige Motivation.

  • Internal (Selbstwirksamkeit)
  • C-Faktor (Chance / Zufall)
  • P-Faktor (Powerful others)

Präzise Ergebnisse für tiefes Verständnis

Der PST‑R liefert ein differenziertes Profil. Jeder Globalfaktor bündelt mehrere Einzelheiten und macht Stärken wie Entwicklungsfelder sichtbar.

Schicht 1 — Wesenszüge

Die 5 Globalfaktoren

Jeder Globalfaktor bündelt mehrere Einzelheiten zu einem aussagekräftigen Profil. Insgesamt 16 Wesenszüge zeigen Stärken und Entwicklungsfelder im Detail.

  • 01
    NormgebundenheitBindung an Regeln, Bewährtes und anerkannte Normen
    zielstrebig · ausdauernd · verbindlich
  • 02
    BelastbarkeitStabilität gegenüber psychischen Anforderungen
    diszipliniert · vertrauensbereit · zielstrebig
  • 03
    UnabhängigkeitSelbstbewusstsein und Eigenständigkeit
    selbstsicher · herausfordernd · begeisterungsfähig
  • 04
    KontaktbereitschaftOffenheit für Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungen
    kooperativ · gesellig · ausdauernd im Kontakt
  • 05
    SensibilitätWachsamkeit gegenüber Feinheiten und Änderungen
    feinfühlig · empathisch · ästhetisch

Eichung: Deutschland, Schweiz, Österreich · DIN 33430 konform

Für wen und wo der PST‑R eingesetzt wird

Von Privatperson über Fachpraxis bis Personalabteilung — der PST‑R ist bewusst breit einsetzbar.

Einsatzgebiete

Seelsorge & Psychotherapie

  • Heilberatung
  • Eheberatung
  • Lebensberatung
  • Berufsberatung
  • Psychotherapie

Coaching & Unternehmensberatung

  • Coaching
  • Unternehmensberatung
  • Teamberatung
  • Konfliktmanagement
  • Personaleinstellung

Kirchen & Bibelschulen

  • Gabenerkennung für den fünffältigen Dienst: Apostel, Evangelist, Pastor, Lehrer oder Diakon
  • Gemeindeleitung: Potenzial und Unterschiede erkennen
  • Personaleinstellung
  • Bibelschulen: Gaben und Berufung erkennen, Persönlichkeit fördern

Siehe „Werkstatt Kirche“ von Univ. Prof. Dr. Michael Dieterich

Kliniken & Suchthilfe-Organisationen

  • Seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz bei psychisch erkrankten und suchtkranken Menschen

Persönlichkeit fördern

Der PST‑R wurde von Univ. Prof. Dr. Michael Dieterich mit dem Ziel entwickelt, die Persönlichkeit zu fördern. Der Test ist nicht wertend — das Verfahren stellt die Persönlichkeit des Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit dar, so wie sie von der Person selbst beschrieben wurde (siehe „Persönlichkeitsdiagnostik“ von Prof. Michael Dieterich).

Die Vielfalt unserer Lizenznehmer: Das IPP hat Lizenznehmer in verschiedensten Branchen — von einzelnen Beratern, die den PST‑R in ihren Praxen in Seelsorge, Lebensberatung und Psychotherapie nutzen, über Coaches und Unternehmen, die ihn bei Teambuilding, Konfliktmanagement und Personalauswahl einsetzen, bis hin zu christlichen Gemeinden, in denen er Leitern hilft, die passende Persönlichkeit für den fünffältigen Dienst zu erkennen und ihre Teams zu stärken — sowie Kliniken und Suchthilfe-Organisationen, in denen der PST‑R seit Jahrzehnten erfolgreich bei psychisch oder suchtkranken Menschen eingesetzt wird.

Das wissenschaftliche Fundament (ABPS®)

Der PST‑R ist nicht einfach nur ein Test — er ist die operative Anwendung der Allgemeinen Beratung, Psychotherapie und Seelsorge (ABPS®) nach Univ. Prof. Dr. Michael Dieterich. Dieses Modell integriert:

  • 1

    Metastudien nach Grawe

    Wirksamkeitsfaktoren verschiedener Therapieschulen werden gebündelt.

  • 2

    4-Welten-Theorie (Popper)

    Erweiterung um die Dimension der Transzendenz (Pneuma) für ein vollständiges Menschenbild.

  • 3

    Tiefenpsychologie

    Adler, Riemann und Berne als Basis der Tiefenstruktur — bewährte Modelle, methodisch geprüft.

ABPS® NetworkAllgemeine Beratung, Psychotherapie und Seelsorge

Das 3-Säulen-Modell


Soma (Körper)Biologische Grundlagen, Gesundheit
Psyche (Seele)Denken, Fühlen, Wollen
Pneuma (Geist)Sinnfragen, Werte, Spiritualität

So läuft der PST‑R ab

Vier Schritte von der ersten Anfrage zum Beratungsgespräch.

  1. 01

    Kontakt & Klärung

    Sie kontaktieren das Institut oder einen Lizenznehmer. Wir klären, welche Form der Auswertung für Sie passt.

  2. 02

    Fragebogen ausfüllen

    Digital oder auf Papier — 324 Fragen, rund 1,5 h Bearbeitungszeit. Pause jederzeit möglich.

  3. 03

    Auswertung

    Detailliertes Gutachten: 5 Globalfaktoren, 16 Wesenszüge, Grundstruktur, Tiefenstruktur, Kontrollüberzeugungen.

  4. 04

    Beratungsgespräch

    Sie besprechen das Profil mit einer lizenzierten Fachperson — konkrete Entwicklungsschritte inklusive.

PST‑R Persönlichkeitstest — IPP